Die vier goldenen Regeln

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Die vier goldenen Regeln der Keywordrecherche — Teil 3

Die ers­te gol­de­ne Regel für Key­wor­ds lau­te­te Rele­vanz, die zwei­te Traf­fic. Die drit­te Regel, oder das drit­te Merk­mal von Gold­nug­get-Key­wor­ds lau­tet schlicht und ein­fach “Wett­be­werb”.

Die­se Regel ist wahr­schein­lich die wich­tigs­te der 4 Regeln. Ana­ly­siert man geschei­ter­te Inter­net­pro­jek­te, dann stellt man häu­fig fest, dass am ehes­ten die­se Regel gebro­chen wurde.

Wie Sie wahr­schein­lich schon wis­sen, besteht eine der bes­ten Mög­lich­kei­ten, einen ste­ti­gen Traf­fic­strom auf Ihre Web­site zu zie­hen, dar­in, ein Ran­king auf der Sei­te 1 von Goog­le für bestimm­te Key­word-Phra­sen zu erhalten.

Das gro­ße Pro­blem ist, dass es für jedes Key­word nur 10 Plät­ze auf der ers­ten Sei­te von Goog­le gibt, aber oft­mals vie­le hun­dert, tau­send oder sogar hun­der­tau­sen­de Web­sei­ten um die­se 10 Posi­tio­nen konkurrieren.

Der Löwe und die zwei Rucksacktouristen

Ken­nen Sie die­se Geschich­te? Sie ver­deut­licht sehr schön den Begriff “Wett­be­werb” im Inter­net­mar­ke­ting. Es geht dar­um, dass zwei Ruck­sack­tou­ris­ten durch Afri­kas Savan­nen reis­ten und eines Tages plötz­lich auf einen hung­ri­gen Löwen trafen.

Der Löwe umkreis­te sei­ne poten­ti­el­le Beu­te lang­sam und immer näher k0mmend. Wäh­rend des­sen hat­te der eine der bei­den Män­ner sich hin­ge­setzt, sei­nen Ruck­sack geöff­net, ein Paar Lauf­schu­he her­aus­ge­holt und die­se anstel­le sei­ner stau­bi­gen Stie­fel angezogen.

Der ande­re Mann sah das natür­lich und sag­te erstaunt “bist Du total ver­rückt gewor­den, Du wirst nie­mals schnel­ler als der Löwe lau­fen kön­nen”.

Der mit den Lauf­schu­hen sah auf und erwi­der­te: “Ich brau­che nicht schnel­ler als der Löwe zu lau­fen, ich brau­che nur ein wenig schnel­ler zu sein als Du”.

Und die Moral von der Geschicht: über­tra­gen auf das Ran­king bei Goog­le bedeu­tet das: Sie brau­chen nicht sofort eine super­op­ti­mier­te Web­site zu haben, Sie brau­chen nur ein klein wenig bes­ser zu sein, als die Num­mer 11 und schon sind Sie auf Sei­te 1 bei Google.

2 wichtige Aspekte des Wettbewerbs

Es gibt zwei wich­ti­ge Aspek­te des Wett­be­werbs im Hin­blick auf die Key­wor­ds, die Sie berück­sich­ti­gen sollten.

Der ers­te Aspekt ist die Höhe des Wett­be­werbs, also die Anzahl der Mit­be­wer­ber. Je höher die­se Zahl, des­to mehr Mit­be­wer­ber kon­kur­rie­ren mit Ihnen um die Sei­te 1 Platzierung.

Es gibt Key­wor­ds mit einem hohen Level an Mit­be­wer­bern und es gibt natür­lich Key­wor­ds mit einem nur gerin­gen Level an Mitbewerbern.

Der zwei­te Aspekt besteht in der Stär­ke der Mit­be­wer­ber.

Es ist ein wenig wie beim Boxen. Dort hat man unter­schied­li­che Gewichts­klas­sen geschaf­fen, weil man ein Leicht­ge­wicht nicht gegen einen Schwer­ge­wichts­bo­xer antre­ten las­sen will. Der Aus­gang des Kamp­fes wäre wohl von vorn­her­ein klar.

Wenn Sie also eine klei­ne Fir­ma sind und fest­stel­len, dass Ihr Wett­be­werb haupt­säch­lich aus gro­ßen Unter­neh­men, viel­leicht sogar Kon­zern­ge­sell­schaf­ten besteht, dann soll­ten Sie ernst­haft dar­über nach­den­ken, ob es sich über­haupt loh­nen kann, “in den Ring zu stei­gen”, oder ob es nicht bes­ser wäre, einen ande­ren Box­ring zu suchen, in wel­chem viel­leicht ein Geg­ner war­tet, der Ihnen eben­bür­tig ist.

Stärke des Wettbewerbs

Für das ers­te Key­word wer­den die Top-Ten-Plät­ze in Goog­le domi­niert durch pro­fes­sio­nel­le, hoch optimierte
Web­sei­ten, die schon seit über 10 Jah­ren im Markt sind, hun­der­te Sei­ten von hoher Qua­li­tät und Tau­sen­de von Backlinks haben.

Für die zwei­te Key­wor­d­phra­se fin­den sich in den Top-Ten-Plät­zen in Goog­le ein­fa­che Web­sei­ten, die nicht opti­miert wur­den, rela­tiv neu sind und nur ein oder zwei Backlinks haben.

Klar soll­te man das Key­word, wel­ches weni­ger wett­be­werbs­fä­hig ist, ins Auge fas­sen, weil eine viel bes­se­re Chan­ce besteht, einen vor­de­ren Ein­trag in Goog­le zu erhal­ten, wel­cher dann zu einem ste­ti­gen Strom an Besu­chern und hof­fent­lich auch einem ste­ti­gen Strom des Umsat­zes füh­ren wird.

Der häu­figs­te Grund, war­um Men­schen online schei­tern  ist, dass sie sich nie die Zeit neh­men, den Grad und die Stär­ke der Kon­kur­renz im Zusam­men­hang mit den Schlüs­sel­wör­tern, die sie ver­wen­den wol­len, zu analysieren.

Statt­des­sen stei­gen Sie blind in einen Nischen­markt ein und star­ten mit der Erstel­lung von Inhal­ten. Dann hof­fen sie, dass Goog­le sie irgend­wie fin­den und ihnen ein Titel­sei­ten Ran­king zuwei­sen wird. Lei­der pas­siert das nur sehr selten.

Der wirk­lich trau­ri­ge Teil die­ser Wahr­heit ist, dass vie­le Men­schen sehr hart dar­an arbei­ten, eine gro­ße Web­site zu erstel­len, aber nur wenig oder gar kei­nen Traf­fic erzeu­gen, weil sie eine sehr wett­be­werbs­in­ten­si­ve Nische betre­ten haben und die Kon­kur­renz ein­fach zu stark ist.

Teil 4 die­ser Arti­kel­se­rie erscheint in einer Woche.

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