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Quo vadis SEO? Eine kritische Betrachtung von Horst Graebner

Was alles will Google uns noch aufbürden?

In einem Fach­ar­ti­kel der Zeit­schrift Web­site Boos­ting über die Ver­an­stal­tung “Search Mar­ke­ting Expo”, kurz SMX, in Mün­chen war unter ande­rem zu lesen, dass Goog­le in sei­nem Ran­king-Algo­rith­mus die klas­si­schen Backlinks in deren Bedeu­tung wei­ter her­ab­stuft und wie­der mehr Wert legt auf hoch­wer­ti­gen Con­tent, um den Nut­zen für den Suchen­den noch grö­ßer zu machen und dadurch die eige­ne Daseins­be­rech­ti­gung noch wei­ter zu stär­ken.

Ist der Aufwand noch berechtigt?

Der ame­ri­ka­ni­sche SEO-Exper­te Rand Fish­kin mein­te dazu, sinn­ge­mäß über­setzt, die ein­zi­ge logi­sche Schluss­fol­ge­rung kann nur die sein, dass man mit sei­nem Con­tent so gut sein muss, dass es Goog­le pein­lich sein müss­te, eine sol­che Web­site nicht in den vor­ran­gi­gen Such­ergeb­nis­sen (SERP’s) zu ran­ken. WOW! Das lässt erst mal ein betre­te­nes Schwei­gen auf­tre­ten.

OK, jeder weiß inzwi­schen, dass hoch­wer­ti­ger Con­tent not­wen­dig ist und der alte Spruch “Con­tent is king” hat nichts von sei­ner Bedeu­tung ver­lo­ren. Aber wie ver­dammt gut muss denn bit­te schön mein Con­tent in Zukunft sein, damit ich über­haupt noch eine Chan­ce habe, gefun­den zu wer­den?

Muss jeder Blog­ar­ti­kel ab jetzt so hoch­wer­tig sein, dass er Prei­se und Aus­zeich­nun­gen gewinnt? Womög­lich den Lite­ra­tur-Nobel­preis? Wür­de Euch das genü­gen, lie­bes Goog­le-Team?

Jeder der Con­tent schreibt, weiß, wie auf­wän­dig es ist, einen guten Arti­kel zu schrei­ben, bzw. erst mal zu recher­chie­ren. Wenn “gute” Qua­li­tät nicht mehr aus­reicht und nur noch abso­lu­te Spit­zen­qua­li­tät eine Chan­ce im Goog­le-Index hat, dann stellt sich mei­nes Erach­tens die Fra­ge, ob der Auf­wand für das bis­he­ri­ge Con­tent-Mar­ke­ting über­haupt noch gerecht­fer­tigt ist, oder man nicht nach Alter­na­ti­ven suchen soll­te.

Ist Google selbst das Problem?

Liegt das eigent­li­che Pro­blem nicht eher bei Dir selbst Goog­le? Weil Dei­ne 1. Sei­te nur 10 ver­damm­te Ergeb­nis­se zulässt und Du davon schon rund 85 % durch eige­ne Anzei­gen, wie zum Bei­spiel Karus­sel­an­zei­gen, Site­l­inks, Mini-Site­l­inks, Know­ledge-Graph, News, Video Snip­pets, Bil­der­bo­xen, loka­le Ergeb­nis­se, Land­kar­ten und ande­re mehr, belegst?

Rand Fish­kin hat genau die­ses Pro­blem unter­sucht und tat­säch­lich fest­ge­stellt, dass nur noch rund 15 % der Ele­men­te einer Such­ergeb­nis­sei­te von “orga­ni­schen” Blue Links stam­men, also von ganz natür­li­chen Such­tref­fern. Er meint dazu:

Goog­le eats your Visi­tors

Und die­se rest­li­chen 15%, die Du, unser aller Gebie­ter, uns such­ma­schi­nen­op­ti­mie­ren­den Web­site­be­trei­bern noch lässt, sind auch schon total durch­kom­mer­zia­li­siert. An ers­ter Stel­le meis­tens Wiki­pe­dia, was ja noch ganz OK ist. Danach fol­gen Preis­ver­gleichs­sei­ten, Rabatt-Cou­pon­sei­ten, Mei­nungs­sei­ten und ähn­li­che Ver­tre­ter die­ser Art. Und nicht zu ver­ges­sen, Ama­zon. Die haben offen­bar für jedes Key­word die­ser Welt opti­miert, immer Sei­te 1. Was für einen Deal habt ihr eigent­lich mit Ama­zon?

Klei­ner Tipp: Wenn Sie etwas in Goog­le suchen und das Such­ergeb­nis ange­zeigt wird, kli­cken Sie sofort durch zur 2. Sei­te. Beach­ten Sie die 1. Sei­te gar nicht mehr!

Was soll den bit­te­schön ein klei­ner oder mit­tel­stän­di­scher Betrieb, oder gar ein klas­si­scher “Ein­zel­kämp­fer” noch machen, um mit sei­nen Ange­bo­ten über­haupt an nen­nens­wer­ter Posi­ti­on gefun­den zu wer­den? Sol­len die jetzt eine eige­ne Abtei­lung ein­rich­ten namens Con­tent-Pro­duk­ti­on? Und Spe­zia­lis­ten ein­stel­len, die die hoch­wer­tigs­ten Inhal­te pro­du­zie­ren, die die Welt je gese­hen hat? Da wird Ihnen der Geschäfts­füh­rer eines sol­chen Betrie­bes aber etwas anders erzäh­len.

Sei­en wir doch mal eine Minu­te ehr­lich. Wenn ich hier in mei­nem Blog einen Arti­kel schrei­be, dann mache ich das nicht, um die Welt mit mei­nen Ergüs­sen zu unter­hal­ten, son­dern ich mache das mit dem End­ziel, mei­ne Dienst­leis­tun­gen  und Pro­duk­te zu ver­kau­fen! Und genau das Ziel ver­fol­gen auch 98 % aller ande­ren Web­site­be­trei­ber. Es geht dar­um Umsatz zu machen, neue Kun­den zu gewin­nen und bestehen­de zu hal­ten. Und das ist schon schwie­rig genug.

OK Goog­le, es ist ja sicher­lich rich­tig, dass Con­tent eine gewis­se Qua­li­tät haben soll­te. Das der Besu­cher mei­ner Web­site einen gewis­sen Mehr­wert durch das Lesen mei­ner Arti­kel erfah­ren soll und das mei­ne Web­site nach allen HTML-Regeln der Kunst durch­op­ti­miert sein soll, weil Du Goog­le, dann bes­ser ver­stehst, wor­um es auf mei­ner Web­site geht.

Aber irgend­wo müs­sen wir doch die Kir­che mal im Dorf las­sen!

Die Lage spitzt sich mei­nes Erach­tens immer wei­ter zu und die Anfor­de­run­gen, die Goog­le stellt, wer­den immer gewal­ti­ger. Der Auf­wand für Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting und der Ertrag ste­hen für klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Fir­men und Gewer­be­trei­ben­den in kei­nem ver­tret­ba­ren Ver­hält­nis mehr. Es ist daher drin­gend Zeit, neue Wege zu fin­den und zu beschrei­ten.

Wir sind aber auch alle selbst Schuld. War­um haben wir es zuge­las­sen, dass Goog­le eine sol­che Über­macht bekommt? War­um nut­zen wir alle nur Goog­le, obwohl es durch­aus inter­es­san­te Alter­na­ti­ven gibt? Die Such­ergeb­nis­se in Goog­le sind schon seit lan­gem nicht mehr so gut, dass sie eine aus­schließ­li­che Benut­zung die­ser Such­ma­schi­ne recht­fer­ti­gen wür­den.

Die Ant­wort: Grund ist schlicht und ein­fach die rei­ne Bequem­lich­keit der Men­schen, mich ein­ge­schlos­sen. Die Fol­gen davon müs­sen wir alle erdul­den, ob wir wol­len oder nicht. Goog­le hat die­se Macht durch unser aller Ver­hal­ten erhal­ten und wird sie nicht wie­der her­ge­ben, es sei denn, wir alle ler­nen, ein wenig umzu­den­ken.

Wie könnten neue Wege aussehen?

Zunächst ein­mal soll­ten Sie sich fra­gen, was pas­sie­ren wür­de, wenn Goog­le Ihre Web­site von heu­te auf mor­gen aus dem Index kickt. Sie wären also bei Goog­le nicht mehr auf­find­bar.

Hät­te das kata­stro­pha­le Fol­gen und wür­de bedeu­ten, dass Sie inner­halb von maxi­mal 4 Wochen schlie­ßen müss­ten? Wenn ja, dann müs­sen Sie sich drin­gend Gedan­ken machen über neue Wege, denn Sie sind total abhän­gig von Google’s Wohl­wol­len.

Wenn es im ande­ren Extrem so gut wie kei­ne Fol­gen hät­te, dann müs­sen Sie sich kei­ne grö­ße­ren Sor­gen machen. Ihre Kun­den fin­den auch ohne Goog­le zu Ihnen, näm­lich über ande­re Wege. Sie haben außer­dem vie­le Stamm­kun­den und die­se emp­feh­len Sie ger­ne wei­ter. Es brummt bei Ihnen und Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist für Sie kein The­ma.

In der Tat, sol­che Geschäfte/Betriebe gibt es noch. Mir hat mal der Chef eines  Köl­ner Par­ty-Ser­vice auf mei­ne Fra­ge, ob es denn für ihn nicht sinn­voll sein könn­te, noch bes­ser bei Goog­le gefun­den zu wer­den, ernst­haft fol­gen­des gesagt: “Öm Jod­des Wel­le! Do häd­de mer jo noch mie zu dunn”. Für alle Nicht­köl­ner: “Um Got­tes Wil­len! Da hät­ten wir ja noch mehr zu tun”.

Von sol­chen Betrie­ben gibt es noch eine gan­ze Men­ge. Die leben haupt­säch­lich von ihren Stamm­kun­den und deren Wei­ter­emp­feh­lun­gen. Das scheint offen­bar aus­zu­rei­chen.

Sie müs­sen jetzt für Ihr Busi­ness selbst ein­schät­zen: total abhän­gig von Goog­le oder eher das Gegen­teil, wie der zitier­te Par­ty-Ser­vice-Chef? Wenn Sie eher abhän­gig von Goog­le sind, dann soll­ten Sie zukünf­tig ver­mehrt dar­auf ach­ten, dass nicht aus­schließ­lich Goog­le neue Kun­den zu Ihnen führt, son­dern dass die­se auch über ande­re Kanä­le zu Ihnen gelan­gen.

Und schon sind wir mit­ten­drin im span­nen­den The­ma der soge­nann­ten Mul­ti-Chan­nel-Stra­te­gie. Hier­zu mehr im nächs­ten Arti­kel, der vor­aus­sicht­lich Ende Juli erschei­nen wird.

Klei­ner Tipp: Wenn Sie auto­ma­tisch infor­miert wer­den möch­ten, wenn es hier neue Bei­trä­ge gibt, dann tra­gen Sie sich doch in mei­nen Ver­tei­ler ein. Selbst­ver­ständ­lich kos­ten­los und unver­bind­lich. Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Sie sich jeder­zeit wie­der aus­tra­gen. Maus­klick genügt.

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