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SEO Rankingfaktoren

Bildnachweis: © typographyimages - Pixabay

SEO-Rankingfaktoren 2012 — Was geht noch, was geht nicht mehr?

Die renom­mier­te SEO-Agen­tur Search­me­trics aus Ber­lin hat ihr White­pa­per – SEO Ran­king Fak­to­ren 2012 ver­öf­fent­licht, in wel­chem auf rund 30 Sei­ten die Ergeb­nis­se einer Stu­die zur Bewer­tung von SEORan­king-Fak­to­ren von Anfang 2012 für Deutsch­land dar­ge­stellt wer­den.

Das White­pa­per gibt es hier zum Down­load im PDF-For­mat. Wer kei­ne Zeit hat, die 30 Sei­ten zu lesen, für den fas­se ich die wich­tigs­ten Resul­ta­te in die­sem Bei­trag zusam­men.

Dei Daten­ba­sis, die der Stu­die zugrun­de­liegt, ist schon beein­dru­ckend. 10.000 aus­ge­wähl­te Top-Key­wor­ds, 300.000 Web­sei­ten und Mil­lio­nen von Links, Sha­res
und Tweets wur­den ana­ly­siert mit der Fra­ge­stel­lung, wel­che Fak­to­ren für eine gute Posi­tio­nie­rung bei Goog­le rele­vant sind.

Anhand der so genann­ten Spear­man-Kor­re­la­ti­on stellt search­me­trics die Zusam­men­hän­ge zwi­schen ein­zel­nen Ran­king­fak­to­ren und den Such­ergeb­nis­sen in Goog­le dar, wie auf fol­gen­der Gra­fik deut­lich wird:

SEO Ranking Faktoren 2012 als Spearman-Korrelation

Bild­nach­weis: © Search­me­trics

Eine Kor­rel­la­ti­on beschreibt den Zusam­men­hang zwi­schen 2 Fak­to­ren und stellt die­sen in einem Wert dar. In der Gra­fik ist bei­spiels­wei­se ersicht­lich, dass der Ran­king­fak­tor “Face­book Sha­res” die größ­te Kor­re­la­ti­on zu einer sehr guten Such­ma­schi­nen­po­si­tio­nie­rung hat, der Ran­king­fak­tor “Posi­ti­on des Key­wor­ds im Titel” dage­gen die gerings­te Kor­re­la­ti­on.

Es zählt also die Län­ge der Bal­ken, sowohl im posi­ti­ven als auch im nega­ti­ven Bereich.

Als ers­tes Resul­tat lässt sich zwei­fels­oh­ne fest­stel­len, dass die Prä­senz in den Soci­al Media, allen vor­an natür­lich Face­book, einer der wich­tigs­ten Fak­to­ren zu sein scheint, wenn nicht sogar der wich­tigs­te über­haupt. Search­me­trics nennt die­se Erkennt­nis “Soci­al Signals sind in Deutsch­land ange­kom­men”.

Zwei­tens kann man klar davon aus­ge­hen, dass der Ran­king­fak­tor Backlinks nach wie vor sehr wich­tig ist. Doch die Ansprü­che Google’s stei­gen. Nicht mehr nur rei­ne Quan­ti­tät, son­dern auch die Qua­li­tät der Back­lionks ist ent­schei­dend für den Erfolg. Natür­lich weiss auch Goog­le, dass man Backlinks ganz ein­fach kau­fen kann und will durch einen höhe­ren Qua­li­täts­an­spruch hier gegen­steu­ern.

Drit­tens erkennt man in der Gra­fik, dass die so genann­ten “No-Fol­low-Links” einen durch­aus wich­ti­gen Ran­king­fak­tor dar­stel­len. Glaub­te man lan­ge, die­se Art von Links sei SEO-tech­nisch abso­lut neu­tral, so scheint das Gegen­teil der Fall zu sein. Goog­le bewer­tet offen­bar eine aus­ge­wo­ge­ne Mischung zwi­schen “Do-Fol­low”- und “No-Fol­low-Links posi­tiv. In der Pra­xis bedeu­tet dass in ers­ter Linie, dass sich das sinn­vol­le Kom­men­tie­ren in Blogs und die Erzeu­gung ande­rer No-Fol­low-Links wei­ter­hin lohnt und man nicht dar­auf ver­zich­ten soll­te.

Eben­falls von Vor­teil ist nach wie vor das Auf­tau­chen von Key­wor­ds in der Domain und der URL, wobei Key­word-Domains noch stär­ker kor­re­lie­ren als Key­word-URLs.

In Bezug auf den Ran­king­fak­tor “Backlinks mit Stop­wor­ds” kommt Search­me­trics vier­tens zu einem wei­te­ren Schluss. “Links mit Stop­wor­ds schei­nen grund­sätz­lich posi­tiv zu sein”. Stop­wor­ds sind Füll­wör­ter, die eigent­lich ohne Belang sind, hier fin­den Sie eine Lis­te deut­scher Stop­wor­ds.

Goog­le scheint es also zu hono­rie­ren, dass Text­links nicht nur hoch­op­ti­miert aus Key­wor­ds bestehen, son­dern auch eini­ge Stop­wor­ds auf­wei­sen, was für eine auf natür­li­che Wei­se zustan­de gekom­me­ne Ver­lin­kung spricht.

Fünf­tens besteht eine wei­te­re wich­ti­ge Erkennt­nis aus der Gra­fik dar­in, dass eini­ge klas­si­sche Onpage-Ran­king­fak­to­ren wie zum Bei­spiel die Län­ge des Tit­le-Tags, die Posi­ti­on des Key­wor­ds im Tit­le und in der H1-Über­schrift sowie die Anzahl der Wor­te in einem Text­bei­trag nicht mehr so wich­tig zu sein schei­nen.

Search­me­trics kommt hier über­ra­schend zu fol­gen­dem Schluss: “… wird man ange­sichts die­ser schwa­chen Kor­re­la­tio­nen von umfas­sen­den und detail­lier­ten Opti­mie­rungs­maß­nah­men in die­se Rich­tung zuguns­ten stär­ke­rer Fak­to­ren in vie­len Fäl­len
abse­hen kön­nen.

Das spie­gelt ins­ge­samt den Trend wie­der, dass die klas­si­sche Onpage-Opti­mie­rung zuguns­ten der Off­pa­ge-Fak­to­ren immer unwich­ti­ger wird.

Auf­grund der nega­ti­ven Kor­re­la­ti­ons­wer­te für die Fak­to­ren “Adsen­se-Anzei­gen” und “Exis­tenz von Adlinks, also Wer­be­links” ist Search­me­trics sechs­tens der Mei­nung, dass über­trie­be­ne Wer­bung zu einem Hin­der­nis bei der Beset­zung von TOP10-Posii­to­nen wird. “All­ge­mei­ne Adlinks (übli­che Inte­gra­tio­nen von Affili­net, Zanox, CJ, Adsen­se und ande­ren) sind dabei mini­mal weni­ger nega­tiv als die allei­ni­ge Betrach­tung von Adsen­se” schreibt Search­me­trics.

Sieb­tens schließ­lich beschäf­tigt sich Search­me­trics mit der Macht von Mar­ken und kommt zu der Erkennt­nis “Die Macht der Mar­ke ist unge­bro­chen”, “An die Spit­ze nur mit Mar­ken-Macht”. Dabei schei­nen für star­ke Brands die klas­si­schen Onpage­fak­to­ren noch weni­ger wich­tig zu sein. Search­me­trics drückt das so aus: “star­ke Brands ran­ken in den Top 5, auch ohne Onpage per­fekt pas­sen­de Sei­ten”.

Ach­tens und abschlie­ßend im fol­gen­den die Ori­gi­nal-Search­me­trics Tipps für die
Such­ma­schi­nen-Opti­mie­rung im Jahr 2012:

  • Für jedes Unter­neh­men wird es jetzt Zeit Soci­al-Media Signa­le zu mes­sen und User zu moti­vie­ren die Sei­te des Unter­neh­mens bekann­ter zu machen. Denn es ist nicht mehr zu über­se­hen, dass Sei­ten mit einer star­ken Ver­lin­kung aus Face­book, Twit­ter und Goog­le+ her­aus auch in den Such­ma­schi­nen gute Posi­tio­nen erhal­ten. Die­ser Trend wird sich noch ver­stär­ken.
  • Gera­de auf den Top-Posi­tio­nen in den Such­ergeb­nis­sen kann zu viel Wer­bung ein Hin­der­nis sein. Dies bezieht sich vor allem auf Adsen­se-Anzei­gen die oft das machen was Goog­le selbst anpran­gert – näm­lich im sicht­ba­ren Bereich kei­nen Con­tent son­dern Wer­bung anzei­gen.
  • Backlinks sind immer noch SEO-Gold. Aller­dings ist hier eine sehr dif­fe­ren­zier­te Stra­te­gie not­wen­dig, damit der Lin­kauf­bau orga­nisch erfolgt – oder zumin­dest so wirkt.
  • Zu einem kon­stant wich­ti­gen Fak­tor ist die „Mar­ken­be­kannt­heit“ einer Web­sei­te gewor­den. Die­se zeigt sich u.a. nach der Such­häu­fig­keit nach der Domain.
  • Klas­si­sche SEO-Fak­to­ren wie Län­ge des Tit­les und Posi­ti­on des Key­wor­ds spie­len nur noch eine sehr klei­ne Rol­le.
  • Die Stra­te­gie „je mehr Text, des­to bes­ser das Ran­king“ stimmt nicht mehr. Je stär­ker man in den Long­tail geht, mag die­se The­se auf­ge­weicht wer­den, aber für die betrach­te­ten Key­wor­ds hat das die Ana­ly­se erge­ben.
  • Stra­te­gi­en mit Key­word-Domains schei­nen jedoch immer noch sehr gut zu funk­tio­nie­ren. Key­word im Datei­pfad brin­gen aber kaum einen Vor­teil.

Ich wün­sche Ihnen viel Erfolg beim Umset­zen Ihrer per­sön­li­chen SEO-Stra­te­gie.

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Mr Traumberuf

Auf­grund die­ser Stu­die wer­de ich dann mehr den Fokus auf soci­al media legen als bis­her. Dan­ke

Dr. HJ Karg

Auch wenn die Ran­king-Daten aus dem Jahr 2012 sind, sie sind wirk­lich noch nicht über­holt und zei­gen uns doch auch heu­te noch ihre Wirk­sam­keit…

Dan­ke für die klu­ge Zusam­men­fas­sung des White-Papers…

… meint Dr. Hans-Jür­gen Karg

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