Wordpress

Bildnachweis: © 27707 - pixabay

Vom erfolgreichen Umgang mit WordPress

Nach neu­es­ten Erhe­bun­gen sind es mitt­ler­wei­le mehr als 75 Mil­lio­nen Web­sites, die mit Wor­d­Press betrie­ben wer­den. Eine ande­re Zahl besagt, das fast 27 % aller Web­sites welt­weit mit Wor­d­Press betrie­ben wer­den. Wor­d­Press selbst ist mitt­ler­wei­le älter als Face­book und Twit­ter. Die ers­te Ver­si­on von Wor­d­Press wur­de am 27. Mai 3003 ver­öf­fent­licht und ist somit ein­deu­tig älter als die bei­den genann­ten sozia­len Netz­wer­ke. Als Wor­d­Press 2003 ent­wi­ckelt wur­de, hat­ten wohl selbst die Ent­wick­ler nicht davon geträumt, dass ihr Baby ein­mal eine sol­che Erfolgs­ge­schich­te schrei­ben würde.

Nächs­tes Jahr, also 2018, wird Wor­d­Press sei­nen 15-jäh­ri­gen Geburts­tag fei­ern, im bes­ten Teen­ager­al­ter also. Da bleibt noch viel Luft nach oben und ein Ende ist nicht abzusehen.

Beschäf­tigt man sich mit Wor­d­Press selbst, so kommt man unwei­ger­lich mit zwei Din­gen in Berüh­rung. Das sind zum einen die so genann­ten The­mes und zum ande­ren die so genann­ten Plug­ins. Letz­te­re kann man am bes­ten mit den aus dem Smart­pho­ne­be­reich bekannt gewor­de­nen Apps ver­glei­chen. Es han­delt sich um klei­ne­re oder auch grö­ße­re Zusatz­pro­grämm­chen, die die Grund­funk­tio­na­li­tät von Wor­d­Press erwei­tern. Das Ange­bot an Plug­ins ist über­wäl­ti­gend. Es gibt sie sowohl kos­ten­los als auch kos­ten­pflich­tig. Aus Sicher­heits­grün­den soll­te der Anwen­der die Quel­le eines Plug­ins sehr genau unter die Lupe neh­men, denn schließ­lich gestat­tet er durch die Instal­la­ti­on eines Plug­ins einem frem­den Drit­ten einen nicht uner­heb­li­chen Ein­griff in sein eige­nes WordPresssystem.
Um zu begrei­fen, was ein The­me ist, stel­len Sie sich ein­mal ein Basis­au­to­mo­bil vor. Nur vier Räder, die grund­le­gen­de Rah­men­kon­struk­ti­on mit Motor und Getrie­be, aber ohne jeg­li­che Karos­se­rie­bau­tei­le. Die Auto­mo­bil­her­stel­ler machen nun aus einer sol­chen Basis­ver­si­on durch das Hin­zu­fü­gen indi­vi­du­el­ler Karos­se­ri­en höchst unter­schied­li­che Auto­mo­bi­le. Sol­che indi­vi­du­el­len Karos­se­ri­en ent­spre­chen in etwa den The­mes in WordPress.

Beschäf­tigt man sich mit Anwen­dern, die Wor­d­Press erler­nen wol­len, so stellt man immer wie­der fest, dass Wor­d­Press selbst eigent­lich kein Pro­blem dar­stellt. Pro­ble­ma­tisch wird es häu­fig erst durch den Ein­satz sehr kom­ple­xer, moder­ner The­mes. Hier hat sich in den letz­ten Jah­ren sehr viel getan. Die Ent­wick­ler inte­grie­ren heut­zu­ta­ge zahl­rei­che Funk­tio­na­li­tä­ten in ihre The­mes, für die man frü­her ein hal­bes Dut­zend so genann­ter Plug­ins gebraucht hät­te. Das ist zum einen sicher­lich sinn­voll, zum ande­ren aber führt die Kom­ple­xi­tät sol­cher The­mes beim Anwen­der häu­fig zu Pro­ble­men, da teil­wei­se nahe­zu unzäh­li­ge Optio­nen zur Ver­fü­gung ste­hen, die ein oder aus­ge­schal­tet wer­den kön­nen. Hier geht dann häu­fig die Über­sicht ver­lo­ren und hin­zu kommt, dass jeder Ent­wick­ler sein eige­nes Süpp­chen kocht.

Was aber ist nun das Geheimnis des Erfolges von WordPress?

Es gibt im eigent­li­chen Sin­ne kein wirk­li­ches Geheim­nis wel­ches den Erfolg von Wor­d­Press ursäch­lich aus­macht. In Wahr­heit ist es die Kom­bi­na­ti­on aus ver­schie­de­nen Din­gen, die wohl für den Erfolg von Wor­d­Press ver­ant­wort­lich sind.

  • Ers­tens: Wor­d­Press ist sehr fle­xi­bel und hat nahe­zu den Cha­rak­ter einer eier­le­gen­den Woll­milch­sau. Es gibt kaum eine Anwen­dung, die sich mit Wor­d­Press nicht rea­li­sie­ren lie­ße. Sei es ein Blog, ein Pod­cast, ein Auto­haus, ein Lexi­kon, eine Fir­men­web­site, eine Ver­eins­home­page, eine Lan­ding­pa­ge, ein Online­shop, oder etwas ganz ande­res. Die­se Fle­xi­bi­li­tät liegt unter ande­rem in der Viel­zahl von Plug­ins begrün­det, die welt­weit oft­mals sogar kos­ten­los zur Ver­fü­gung ste­hen. Die Zahl sämt­li­cher Plug­ins dürf­te mitt­ler­wei­le fünf­stel­li­ge Dimen­sio­nen erreicht haben. Selbst für den Fall, dass man als Anwen­der kei­nen geeig­ne­tes Plug­in für eine bestimm­te Auf­ga­ben­stel­lung fin­det, besteht immer noch die Mög­lich­keit, ein Plug­in ganz indi­vi­du­ell pro­gram­mie­ren zu las­sen. Sol­che Arbei­ten kön­nen sie heut­zu­ta­ge mit weni­gen Maus­klicks rund um den Glo­bus ver­ge­ben. Die Kos­ten dafür sind ver­gleichs­wei­se gering.
  • Zwei­tens: Wor­d­Press ist rela­tiv leicht erlern­bar. Wenn sie sich eini­ge Tage inten­siv damit beschäf­ti­gen, dann kön­nen sie bereits her­vor­ra­gen­de Ergeb­nis­se erzie­len, die sie wie­der­um moti­vie­ren, noch tie­fer in die Wor­d­Press­welt ein­zu­tau­chen. Sie kön­nen sich ihre eige­nes Wor­d­Press­sys­tem so aus­stat­ten, dass sie mit dem zu Grun­de lie­gen­den HTML Code über­haupt nicht in Berüh­rung kom­men müssen.
  • Drit­tens: Wor­d­Press ist grund­sätz­lich kos­ten­los. Das gilt sowohl für Wor­d­Press selbst als auch für zahl­rei­che Plug­ins und The­mes. Die ein­zi­gen Kos­ten, die auf den Anwen­der zukom­men, bestehen in dem Preis für einen Web­hos­ting-Account. Zahl­rei­che Anbie­ter haben mitt­ler­wei­le sogar ganz spe­zi­el­le Hos­ting­an­ge­bo­te für Wor­d­Press ent­wi­ckelt. Für das Hos­ting kön­nen Sie mit cir­ca 10 € pro Monat rechnen.

Zum Schluss die­ses Arti­kels über Wor­d­Press hier noch eini­ge inter­es­san­te Din­ge, die ihnen so wahr­schein­lich noch nicht bekannt waren.

  1. Der Name Wor­d­Press wur­de erfun­den von Chris­ti­ne Sel­leck Tre­mou­let, einer Blog­ge­rin und Freun­din vom Matt Mul­len­weg, dem Mit­be­grün­der von WordPress.
  2. Wor­d­Press ist das mit Abstand popu­lärs­te Con­tent­ma­nage­ment­sys­tem in der Welt. Der Markt der nen­nens­wer­ten zähem Mess­sys­te­me wird mit über 76 % von Wor­d­Press dominiert.
  3. Vie­le welt­be­kann­te Fir­men nut­zen Wor­d­Press Dar­un­ter zum Bei­spiel The Wall Street Jour­nal, Reu­ters, UPS, Ebay, Gene­ral Motors, IBM, Sam­sung, Sony Music, Mer­ce­des Benz, Micro­soft, Nikon, Coca Cola, die NASA, und vie­le ande­re mehr.
  4. Wor­d­Press ist kei­ne Fir­ma, son­dern eine Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­ti­on, gegrün­det u.a. von Matt Mullenweg.
  5. Auf der Basis von Wor­d­Press hat sich eine Mul­ti-Mil­lio­nen Dol­lar Indus­trie ent­wi­ckelt. Hun­der­te Unter­neh­men und Tau­sen­de Ent­wick­ler aus aller Her­ren Län­der ver­kau­fen Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen, die auf Wor­d­Press basieren.
  6. Wor­d­Press ist mitt­ler­wei­le in fast 70 Spra­chen der Welt ver­füg­bar. Es gibt so genann­te Wor­d­Camp Events in mehr als 40 Ländern.
  7. Alle bis­her ver­öf­fent­lich­ten Wor­d­Press­ver­sio­nen wur­den nach berühm­ten Jazz­mu­si­kern benannt.
  8. Die Word Press­Com­mu­ni­ty ist mit rund 250.000 Mit­glie­dern, ver­teilt rund um den Glo­bus, eine der größ­ten Orga­ni­sa­tio­nen die­ser Art.
  9. Vie­le pro­mi­nen­te nut­zen Wor­d­Press, dar­un­ter zum Bei­spiel Usain Bolt, Katy Per­ry, Snoop Dogg, LL Cool J, Chan­ning Tat­um, Kim Kar­da­shi­an, Blon­die, Syl­ves­ter Stal­lo­ne, Wil­liam Shat­ner, Xzi­bit, Beyon­cé, und Kylie Minogue
  10. Jede Sekun­de wer­den bei wordpress.com sechs neue Arti­kel ver­öf­fent­licht, das macht pro Tag 518.400 Artikel!
It’s only fair to share…Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someonePrint this page
Erfolgreich im und mit dem Internet