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Goldnuggets

Bildnachweis: © Sergey Goruppa - Fotolia

Warum Keywords wichtiger sind als das Design

Ich tref­fe häu­fig auf Kun­den, die ihre in die Jah­re gekom­me­ne Web­site neu gestal­ten las­sen möch­ten. Sei es, dass Sie ein­fach etwas moder­ner daher kom­men wol­len, sei es, dass sie tat­säch­lich neue Kun­den damit gewin­nen wol­len.

Die­se Kun­den haben oft­mals auch schon ganz kon­kre­te Vor­stel­lun­gen, wie das neue Design denn aus­se­hen sol­le und zei­gen mir Web­sites von Mit­be­wer­bern in allen Details. “So in etwa soll das aus­se­hen”, sagen Sie mir.

Fehler Nr. 1: Beginne eine neue Website niemals mit dem Design!

Meis­tens sagen die Kun­den dann in etwa “wenn wir schon mal dabei sind, dann könn­ten Sie ja auch dafür sor­gen, dass die Web­site zukünf­tig bes­ser gefun­den wird”.

OK, Sie möch­ten also bes­ser gefun­den wer­den”, sage ich dann und fra­ge direkt nach “unter wel­chen Such­be­grif­fen (Key­wor­ds) soll denn Ihre Web­site bes­ser gefun­den wer­den?”

Im bes­ten Fall nen­nen mir die Kun­den dann eini­ge Fach­be­grif­fe aus ihrer Bran­che und ich schrei­be mir die auf und fra­ge dann “Sind Sie sicher, dass Ihre poten­ti­el­len Kun­den die­se Begrif­fe auch tat­säch­lich in Goog­le ein­ge­ben?”

Woher sol­len wir das denn wis­sen? Das sind halt die gän­gi­gen Bran­chen­be­grif­fe.” wird dann häu­fig erwi­dert.

Fehler Nr. 2: Benutze nur die Suchbegriffe, nach denen auch tatsächlich gesucht wird!

Die­se zwei Kar­di­nal­feh­ler füh­ren tat­säch­lich dazu, dass eine neu erstell­te Web­site nur schön aus­sieht, aber kei­ner­lei kom­mer­zi­el­len Erfolg haben wird!

Warum ist das so?

Ver­glei­chen Sie die Erstel­lung einer Web­site mit dem Bau eines Hau­ses. Wird erst das Haus gebaut und dann ent­schei­det der Archi­tekt, hier kommt die Küche hin, da das Wohn­zim­mer, da eine Trep­pe in den ers­ten Stock und da, wenn noch Platz ist, eine Kamin­ecke?

Nein, natür­lich wird ein Haus so nicht gebaut. Erst wird geplant und dann gebaut. Alles ande­re wür­de ins Cha­os füh­ren. Ein Haus wird prak­tisch um die ein­zel­nen Räu­me, deren Grö­ße und Plat­zie­rung vor­her genau geplant wur­de, her­um­ge­baut. So ist das auch beim Bau einer Web­site.

Für die Räu­me ste­hen beim Web­site­bau die ein­zel­nen Sei­ten einer Web­site. Pro Key­word erstellt man in der Regel eine Sei­te. Je wich­ti­ger das Key­word, des­to pro­mi­nen­ter muss die Sei­te in der Web­site­struk­tur plat­ziert sein. Ver­mie­den wer­den soll­ten beim Web­site­bau drei- oder vier­stö­cki­ge Bau­ten. Bes­ser wäre ein Sys­tem wie ein Bun­ga­low, wo alle wich­ti­gen Sei­ten neben­ein­an­der lie­gen und es weder dem Besu­cher noch der Such­ma­schi­ne zuge­mu­tet wird, sich durch mehr­stö­cki­ge Hier­ar­chi­en hin­durch zu han­geln, um zum gewünsch­ten Ergeb­nis zu gelan­gen.

Das Design der neu­en Web­site ist bis dahin noch voll­kom­men unwich­tig. Eine neue Web­site mit der Suche nach einem pas­sen­den Design zu begin­nen, oder noch schlim­mer mit der Erstel­lung eines indi­vi­du­el­len Designs, was in der Regel eini­ge Tau­send Euro ver­schlingt, ist ein gro­ßer Feh­ler.

Erst mal geht es um die Struk­tur und die Plat­zie­rung der Key­wor­ds. Damit sicher­ge­stellt ist, dass die Key­wor­ds ver­wen­det wer­den, nach denen auch tat­säch­lich gesucht wird, steht am Anfang des gesam­ten Pro­jek­tes eine detail­lier­te Key­wor­d­ana­ly­se.

Mit einer sol­chen Ana­ly­se kann man die Key­wor­ds ermit­teln, nach denen die Men­schen auch tat­säch­lich suchen. Davon aus­zu­ge­hen, dass die Leu­te nach den fach­spe­zi­fi­schen Bran­chen­be­grif­fen suchen, die einem selbst so geläu­fig sind, ist der zwei­te gro­ße Feh­ler.

Hat man die rich­ti­gen Key­wor­ds gefun­den und die Sei­ten­struk­tur dafür ange­legt, kann man nun dar­an gehen, ein pas­sen­des Design zu fin­den oder anfer­ti­gen zu las­sen. Das Design soll­te dabei die Struk­tur der Web­site mög­lichst gut unter­stüt­zen und so ein­fach sein, wie irgend mög­lich. Fra­gen Sie sich bei jedem Detail ob die­ses dem zukünf­ti­gen Besu­cher nütz­lich sein kann, die Infor­ma­tio­nen zu fin­den, nach denen er gesucht hat.

Wenn Ihr neu­es Design den Besu­cher zum Nach­den­ken zwingt, dann ist es defi­ni­tiv das fal­sche Design. “Don’t make me think” ist ein alter Spruch der Web­de­si­gner und hat bis heu­te nichts von sei­ner Bedeu­tung ver­lo­ren. Grei­fen Sie beim Design nicht jede neue Spiel­art auf, bloß weil die­se gera­de hipp oder cool oder was auch immer ist. Set­zen Sie im Zwei­fels­fall auf Kon­ser­va­ti­ves. Das hat viel­leicht weni­ger Style, aber dafür funk­tio­niert es so wie es soll.

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gottfried

dan­ke für den infor­ma­ti­ven arti­kel!
bes­te grü­ße!
gott­fried

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