Bleiben Sie am Ball!

Immer wenn hier etwas Neues berichtet wird, sind Sie einer der ersten, der davon erfährt. Selbstverständlich ist dieser Service für Sie kostenlos und verpflichtet Sie auch sonst zu garnichts. Wenn Sie den Service einmal nicht mehr nutzen möchten, können Sie sich ganz einfach abmelden.

Pfeile Gif

Ein kleines Dankeschön!

Ich hasse SPAM genauso wie Sie. Ihre E-Mail-Adresse wird von mir niemals wissentlich an Dritte weiter gegeben. Darauf können Sie sich verlassen!

Storytelling

Bildnachweis: © Michail Petrov - Fotolia

Was ist Storytelling und wie können auch Sie davon profitieren?

Sto­ry­tel­ling ist aktu­ell wie­der in aller Mun­de, so als wäre es ein neu­er Hype. Dabei ist Sto­ry­tel­ling schon so alt wie die Mensch­heit selbst. Beim Sto­ry­tel­ling geht es dar­um, Geschich­ten zu erzäh­len. Die Men­schen hör­ten schon immer ger­ne gute Geschich­ten und erzähl­ten die­se wei­ter, von Gene­ra­ti­on zu Gene­ra­ti­on.

In unse­rer heu­ti­gen Zeit ver­sam­meln sich die Men­schen aller­dings nicht mehr um ein Lager­feu­er und lau­schen den Wor­ten eines Geschich­ten­er­zäh­lers. Viel­mehr ist das Inter­net zu unse­rem Lager­feu­er gewor­den. Und es gibt nicht nur einen Geschich­ten­er­zäh­ler, der von Dorf zu Dorf reist, son­dern Hun­der­te, wenn nicht sogar Tau­sen­de, welt­weit ver­teilt.

Der Fas­zi­na­ti­on einer guten Geschich­te hat die­se moder­ne Aus­prä­gung nichts anha­ben kön­nen. Das haben mitt­ler­wei­le auch vie­le Fir­men erkannt und ver­su­chen, Sto­ry­tel­ling gezielt für ihr Mar­ke­ting ein­zu­set­zen.

Warum Storytelling im Marketing?

Storytelling

Bild­nach­weis: © Michail Petrov — Foto­lia

Kun­den lie­ben gute Geschich­ten und sie has­sen Wer­bung. Es wird in fast allen Bran­chen immer schwie­ri­ger, noch zah­len­de Kun­den hin­ter dem Ofen her­vor zu locken. Zu aus­tausch­bar sind Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­te gewor­den, zu kri­tisch die Kon­su­men­ten, zuge­dröhnt mit den immer glei­chen Wer­be­phra­sen, denen sowie­so kei­ner mehr Glau­ben schenkt.

Um die Auf­merk­sam­keit poten­ti­el­ler Käu­fer über­haupt noch zu wecken und posi­ti­ve Kauf­an­rei­ze zu bewir­ken, kann Sto­ry­tel­ling eine gute Metho­de sein. Gutes Sto­ry­tel­ling bedeu­tet, dass sie sich selbst, ihre Fir­ma, ihre Pro­duk­te bzw. Dienst­leis­tun­gen wahr­heits­ge­mäß und span­nend dar­stel­len. Es geht dabei haupt­säch­lich dar­um, Gefüh­le zu ver­mit­teln. Gefüh­le wie Sicher­heit, Ver­trau­en, Zunei­gung, Freu­de, Respekt, Begeis­te­rung, Ergrif­fen­heit, Mit­leid, Humor und vie­le ande­re mehr. Das ist es, was die Men­schen wirk­lich wol­len. Die rei­nen Fak­ten eines Pro­duk­tes oder einer Dienst­leis­tung kom­men erst viel spä­ter und sind oft­mals auch gar nicht mehr so wich­tig, wenn das mit den Gefüh­len geklappt hat. Wie sagt Die­ter Boh­len immer so schön zu sei­nen DSDS-Kan­di­da­ten: “ich will mehr Gefüh­le”. Genau das ist der Punkt.

Wie kann man am besten Gefühle beim Gegenüber erzeugen?

Durch Musik auf jeden Fall, aber auch durch das Erzäh­len von Geschich­ten. Mit einer Geschich­te kön­nen Pro­duk­te, Mar­ken und Fir­men zum Leben erweckt wer­den. Eine Geschich­te erzählt wer Sie sind, wofür Sie ste­hen, war­um Sie das machen, was Sie machen und unter­streicht dadurch wir­kungs­voll die Fak­ten rund um Ihr Ange­bot. Durch eine Geschich­te erin­nern sich die Ver­brau­cher nicht nur leich­ter an Sie, son­dern sie bekom­men auch ein Gefühl ver­mit­telt. Durch eine gute Geschich­te kön­nen Sie sich von ihren zahl­rei­chen Mit­be­wer­bern ganz klar abset­zen und sind inter­es­san­ter als die ande­ren Anbie­ter.

Wie ist eine gute Geschichte strukturiert?

Eine per­fek­te Sto­ry besitzt in der Regel fol­gen­de 5 Basis­ele­men­te:

  1. eine ganz bestimm­te, emo­tio­na­le Aus­gangs­si­tua­ti­on
  2. eine Haupt­fi­gur, mög­lichst sym­pa­thisch
  3. Kon­flik­te und Hin­der­nis­se, die die Haupt­fi­gur bewäl­ti­gen muss
  4. eine erkenn­ba­re Ent­wick­lung von einem Vor­her-Sta­tus zu einem Nach­her-Sta­tus
  5. ein Fazit, eine Erkennt­nis, mög­lichst auf das eige­ne Leben anwend­bar (“und die Moral von der Geschicht …”)

Wenn Sie sich an die­se Rei­hen­fol­ge hal­ten, dann kann nicht viel schief gehen, beim Schrei­ben Ihrer eige­nen Geschich­te.

Verschiedene Arten von Geschichten

Der Unter­neh­mens­be­ra­ter Alex­an­der Chris­tia­ni hat 7 ver­schie­de­ne Geschichts­ty­pen her­aus­kris­tal­li­siert:

  1. Mar­ken­ge­schich­te
    Erzäh­len Sie nicht was Sie tun, son­dern war­um es Sie gibt und wie Sie arbei­ten. Von wel­chen Wer­ten wer­den Sie gelei­tet?
  2. Dif­fe­ren­zie­rungs­ge­schich­te
    Erzäh­len Sie den Men­schen, was Sie im wesent­li­chen von allen Mit­be­wer­bern unter­schei­det und war­um Sie die­se Dif­fe­ren­zie­rung gewählt haben.
  3. Her­kunfts­ge­schich­te
    Sol­che Geschich­ten lesen die Men­schen immer wie­der ger­ne. Die berühm­tes­te Ent­ste­hungs­ge­schich­te ist das Buch Gene­sis, Teil der Bibel. Wenn es eine ganz bestimm­te Sto­ry gibt, war­um Sie da sind, wo Sie heu­te sind, dann erzäh­len Sie die­se.
  4. Edu­ka­ti­ons­ge­schich­te
    Damit meint Chris­tia­ni Geschich­ten, die die beson­de­re Qua­li­tät Ihrer Pro­duk­te her­aus­stel­len und damit jene über­zeu­gen sol­len, die die­se Qua­li­tät selbst noch nicht erlebt haben, im Gegen­satz zu den Stamm­kun­den, die ger­ne bereit sind, für höhe­re Qua­li­tät auch mehr zu bezah­len. Bei­spiel: HIPP Baby­nah­rung — https://youtu.be/54p7BdE6hys
  5. Value-Geschich­te
    Eine Value-Geschich­te hilft Ihnen wei­ter, wenn Ihre Kun­den zögern, Geld für Ihre Pro­duk­te aus­zu­ge­ben, aber für ande­re Pro­duk­te, die unter Umstän­den viel bana­ler sind, viel mehr Geld aus­ge­ben, ohne groß­ar­tig dar­über nach­zu­den­ken. Bei­spiel hoch­wer­ti­ge Bet­ten — neu­es Auto (Metal­lic-Lackie­rung, Alu­fel­gen etc.). Eine Value-Geschich­te führt dem Kun­den die­se Wider­sprü­che vor Augen, ohne dass er sein Gesicht ver­liert.
  6. Fall­stu­di­en
    Für sol­che Geschich­ten eig­nen sich immer ech­te Erleb­nis­se Ihrer Kun­den mit ihren Pro­duk­ten, die in irgend­ei­ner Form beson­ders und posi­tiv sind. Erzäh­len Sie sol­che Geschich­ten.
  7. Refe­renz­ge­schich­ten
    Las­sen Sie die Kun­den selbst zu Wort kom­men und eine erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit mit Ihnen bzw. eine zufrie­den­stel­len­de Nut­zung Ihrer Pro­duk­te in einer Geschich­te erzäh­len, die natür­lich echt sein soll­te. Dafür eig­net sich her­vor­ra­gend ein kur­zes Video, selbst gedreht, nicht zu pro­fes­sio­nell. Es geht aber auch in Schrift­form, z.B. in Ihrem Blog. Bei­spiel: ADAC Flug­ret­tung — ADAC-Kun­den berich­ten über eine schlim­me Situa­ti­on im Urlaub, weit weg von Deutsch­land und der Ret­tung durch den ADAC.

Bei die­sen 7 Typen ist mit Sicher­heit auch eine Mög­lich­keit für Sie dabei. Egal, für wel­che Form Sie sich ent­schei­den, blei­ben Sie auf jeden Fall bei der Wahr­heit. Nichts spricht dage­gen, eine im Kern wah­re Geschich­te etwas aus­zu­schmü­cken, aber wenn Sie eine Geschich­te kom­plett erfin­den, die es so nie­mals gege­ben hat, dann kommt das irgend­was her­aus und Sie ste­hen dann ziem­lich schlecht da. Der Image­scha­den lässt sich unter Umstän­den nie­mals wie­der voll­stän­dig repa­rie­ren.

Es spricht übri­gens nichts dage­gen, sich pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe zu bedie­nen, wenn Sie der Mei­nung sind, dass Sie “Geschich­ten erzäh­len” eigent­lich nicht so gut kön­nen. Ein Anbie­ter, der mir dies­be­züg­lich posi­tiv auf­ge­fal­len ist, ist Björn Schnei­der aus Bonn, Geschäfts­füh­rer der Wer­be­agen­tur www.credia.de.

 

Beispiele für gutes Storytelling

Der Fiel­mann Wer­be­spot — Kurz­in­ter­view mit einem zufrie­de­nen Kun­den — https://youtu.be/kAovqkvPKxc

Coca Cola — erzählt wird die Geschich­te des Geheim­re­zep­tes für die Ur-Coca-Cola

Apple — erzählt wird die Geschich­te vom legen­dä­ren Ste­ve Jobs und sei­nen Visio­nen

Mer­ce­des Benz — erzählt wird die Geschich­te von der Erfin­dung des Auto­mo­bils durch Carl Benz

Horn­bach: “Sag es mit dei­nem Pro­jekt” — https://youtu.be/eqm7bsfMzJA

Red Bull: “Red Bull Stra­tos” — Felix Baum­gart­ner, Sprung aus der Stra­to­sphä­re — https://youtu.be/vvbN-cWe0A0