Online-Marketing als eigenständige Werbeform

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Online-Marketing als eigenständige Werbeform

Ein Gast­ar­ti­kel von Frank Gru­ler

Das Inter­net hat sich mitt­ler­wei­le als Han­dels­platz eta­bliert und dient dem her­kömm­li­chen Han­del als Erwei­te­rung der Absatz­mög­lich­kei­ten, in man­chen Berei­chen ist es sogar zur Bedro­hung für den Ein­zel­han­del gewor­den. Neue Geschäfts­for­men, z.B. das „Dropship­ping“ oder auch das Affi­lia­te-Mar­ke­ting unter­lie­gen zwar immer noch den grund­le­gen­den unter­neh­me­ri­schen Not­wen­dig­kei­ten, aller­dings erfor­dert der Wan­del der Han­dels­struk­tu­ren auch ein geän­der­tes Vor­ge­hen, um Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­te an den Mann zu brin­gen. Ent­spre­chend greift das Online-Mar­ke­ting nach wie vor auf alt­be­kann­te Mecha­nis­men wie die Ver­kaufs­psy­cho­lo­gie zurück, hat aber sei­ne Aus­prä­gun­gen dem neu­en Medi­um anpas­sen müs­sen und ist daher als eigen­stän­di­ge Wer­be­form zu ver­ste­hen.

Die Grund­la­ge für das Online-Mar­ke­ting bil­det jeder Web­auf­tritt, egal ob es sich um eine Unter­neh­mens­dar­stel­lung oder um eine rei­ne Ver­kaufs-Web­site han­delt. Die umwor­be­nen Kun­den haben auf Ihren Bild­schir­men eine vir­tu­el­le Rea­li­tät (schö­ner Begriff) vor sich und über­le­gen, wie Sie Ihrer Bedürf­nis­be­frie­di­gung am bes­ten gerecht wer­den kön­nen. Das Inter­net greift ihnen hier­bei hilf­reich unter die Arme und die wer­ben­den Unter­neh­men wen­den gezielt das Online-Mar­ke­ting an, um sich in den Fokus der Ver­brau­cher zu rücken. Wel­che Mit­tel ste­hen Ihnen dabei zur Ver­fü­gung?

Affiliate-Marketing

Nach­dem Inter­net-Nut­zer zwangs­läu­fig auf Web­sei­ten gelan­gen, sind auf die­sen so gut wie immer Ban­ner zu sehen, oder beim Öff­nen der Sei­ten sind zunächst „Lay­er“ über die Inhal­te gelegt. Bei­des sind Hin­wei­se, dass hier Affi­lia­te-Mar­ke­ting betrie­ben wird. Affi­lia­tes sind als Ver­tre­ter oder Emp­feh­lungs­ge­ber zu begrei­fen, die bei einem Geschäfts­ab­schluss Pro­vi­sio­nen erhal­ten, wenn der Kun­de den Weg über die­se Wer­be­mit­tel gewählt hat. Die Ban­ner oder Lay­er, auch ver­schie­de­ne Links, ent­hal­ten einen Code, der das soge­nann­te „Tracking“ erlaubt, also eine Ver­fol­gung des Pfa­des, auf dem der Ver­brau­cher die Web­sei­te sei­ner Wahl besucht hat. Hier ist auch die beson­de­re Stär­ke des Online-Mar­ke­tings für die Wer­be­trei­ben­den zu erken­nen, denn der Erfolg der Inter­net-Wer­bung wird auf die­se Wei­se bis ins kleins­te Detail mess­bar. So ist die Prä­sen­ta­ti­on von Ban­nern oder ähn­li­chen Mit­teln nichts ande­res als die Nut­zung eines Wer­be­plat­zes auf einer Web­sei­te mit ent­spre­chend anteil­mä­ßi­ger Ent­loh­nung, wenn die­ser Platz erfolg­reich zur Ver­mark­tung bei­ge­tra­gen hat.

Suchmaschinenmarketing & Suchmaschinenoptimierung

Sei­ten, die ein Inter­net-Nut­zer recht oft zu sehen bekommt, sind die Ergeb­nis­lis­ten, die nach einer Infor­ma­ti­ons-Suche von den Such­ma­schi­nen ein­ge­blen­det wer­den. Die­se Ergeb­nis­se — unter Mar­ke­ting-Gesichts­punk­ten auch nichts ande­res als wei­ter­füh­ren­de Links zu Web­sei­ten — bele­gen einen her­vor­ra­gen­den Wer­be­platz, sofern Sie eine Lis­tung auf den bei­den vor­de­ren Sei­ten der Such­ma­schi­nen erreicht haben. Nach­fol­gen­de Ergeb­nis­lis­ten wer­den kaum noch wahr­ge­nom­men, Sei­te 1 fängt dabei etwa 80 Pro­zent aller Such­an­fra­gen ab. Hier setzt das Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting an. Die­ses glie­dert sich in Such­ma­schi­nen­wer­bung, also in bezahl­te Anzei­gen, die the­ma­tisch pas­send ein­ge­blen­det wer­den und als sol­che kennt­lich gemacht wer­den müs­sen (dafür immer sicht­bar ein­ge­baut wer­den — bei Goog­le heißt die­ses Pro­gramm AdWor­ds) und in die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung bzw. SEO (Search-Engi­ne-Opti­mi­za­ti­on).

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung muss nicht als Anzei­ge bezahlt wer­den, son­dern zielt dar­auf ab, durch Hin­ter­grund­maß­nah­men für eine Web­sei­te einen mög­lichst hohen Ran­king zu errei­chen und dadurch eine gute Sicht­bar­keit für den poten­ti­el­len Kun­den zu gewähr­leis­ten. Hier­bei wird nach Onpage-Opti­mie­rung und Off­pa­ge-Opti­mie­rung unter­schie­den. Die Onpage-Opti­mie­rung rich­tet ihr Augen­merk auf die Sei­ten-Struk­tu­ren wie die Ein­bin­dung der Such­be­grif­fe, unter denen eine Web­site gelis­tet wer­den möch­te oder auf den logi­schen und besu­cher­freund­li­chen Auf­bau der sei­ten­in­ter­nen Ver­lin­kun­gen. Auch die text­li­chen Inhal­te einer Web­sei­te müs­sen bestimm­ten Anfor­de­run­gen genü­gen, sie soll­ten für den Leser einen hohen Infor­ma­ti­ons­ge­halt auf­wei­sen und dür­fen nicht von anders­wo kopiert sein (Uni­que Con­tent). Die Off­pa­ge-Opti­mie­rung bin­det die Web­sei­te mit­tels soge­nann­ter Backlinks in ein Geflecht von Emp­feh­lun­gen ein, die von ande­ren Web­sei­ten her­rüh­ren. Die Lese­ro­bo­ter der Such­ma­schi­nen bewer­ten dabei eine Viel­zahl rele­van­ter Kri­te­ri­en, was aus­schlag­ge­bend für die Zuwei­sung des ent­spre­chen­den Ran­ges in den Ergeb­nis­lis­ten ist.

Direkt-Marketing

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Teil des Online-Mar­ke­tings ist das Direkt-Mar­ke­ting per eMail. Dies setzt die Erlaub­nis des Emp­fän­gers vor­aus, dass die­ser zuvor in einer geson­der­ten Mail bestä­ti­gen muss. Oft wird das mit dem Bezug eines News­let­ters ver­bun­den, der als sehr wir­kungs­vol­le Mar­ke­ting-Form ange­se­hen wer­den kann, denn auf die­se Wei­se kön­nen gezielt ein­zel­ne, viel­leicht beson­ders güns­ti­ge Pro­duk­te bewor­ben wer­den und dar­über hin­aus erlau­ben Sie eine hin­rei­chend gute Kun­den­pfle­ge durch regel­mä­ßi­ge Erin­ne­rungs­schrei­ben.

Aller­dings nimmt sich der heu­ti­ge Inter­net-Nut­zer nicht mehr viel Zeit, um die Inhal­te von Mails zu lesen, wenn sie nicht gera­de pri­va­ter Natur sind. So ist ein aus­sa­ge­kräf­ti­ger Betreff der Wer­be­mail eben­so wich­tig wie eine kur­ze, dafür aus­sa­ge­kräf­ti­ge For­mu­lie­rung des Mail-Inhal­tes. Dar­in lie­gen die beson­de­ren Anfor­de­run­gen des Direkt-Mar­ke­tings, die daher als eigen­stän­di­ge Mar­ke­ting-Vari­an­te ange­se­hen wer­den muss. Neu­er­dings wer­den auch Vide­os in Wer­be­mails ein­ge­bun­den, die ähn­lich wie Fern­seh-Spots das Image einer Mar­ke auf­po­lie­ren sol­len. Für einen direk­ten Abver­kauf von Pro­duk­ten sind sie aber nicht unbe­dingt geeig­net, vor allem, weil vie­le End­ge­rä­te noch nicht über die not­wen­di­ge Rechen­leis­tung ver­fü­gen, um die­se Vide­os kor­rekt dar­zu­stel­len zu kön­nen.

Ähn­li­chen Ein­schrän­kun­gen unter­lie­gen Han­dys, ins­be­son­de­re bei der Dar­stel­lung von Web­sei­ten mit umfang­rei­chen Inhal­ten, wes­halb das soge­nann­te Soci­al-Media-Mar­ke­ting über Twit­ter oder Face­book bes­ten­falls Stär­ken hin­sicht­lich des Bran­dings auf­weist, also der Image-För­de­rung eines Pro­duk­tes oder Unter­neh­mens und dem nach­hal­ti­gen Auf­bau eines Mar­ken­be­wusst­seins. Für einen Inter­net-Nut­zer, der sich ein­ge­hen­der mit den Wer­be-Inhal­ten befas­sen möch­te, ist der Lap­top oder PC nach wie vor die ers­te Wahl.

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Horst Graebner
 

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